"Unser Ziel ist nicht das lauteste Fahrrad“: So denkt Diamants Design-Team

Während leistungsfähige E-Bikes immer mehr Platz für Akku und Elektronik brauchen, nimmt Diamant, Deutschlands ältester Fahrradhersteller, die Gelegenheit an: auch für kräftige E-Bikes optische Leichtigkeit statt technischem Auftritt schaffen. Eine große Rolle spielt dabei das Design-Team im ECO-Office in Harderwijk (Niederlande), das Diamant mit der Konzernmutter Trek teilt, denn es unterstreicht die klare europäische DNA der 1885 gegründeten Marke: Entwickelt in den Niederlanden und gefertigt in Hartmannsdorf bei Chemnitz

Hilmar Meyer, Design Lead von Diamant, über ehrliches Design, versteckte Details und die Frage, was ein Diamant Fahrrad auch 2035 noch modern macht:

„Diamant verbindet über 140 Jahre Geschichte mit moderner Mobilität. Unser Ziel ist es nicht, das lauteste Fahrrad zu bauen, sondern eines, das Menschen jeden Tag gerne fahren.“

Ehrliches Design statt lauter Auftritte

Für den Designer Hilmar Meyer beginnt alles mit einer Haltung: „Technik darf das Fahrrad nicht überlagern. Die Menschen müssen nicht über Motor, Display oder Software nachdenken, sondern einfach aufsteigen und entspannt Fahrrad fahren.“ Die größte Freude bereite ihm deshalb die Kunst, die Kraft eines E-Bikes zu verstecken: „Die größte Freude daran ist, die Leistung deutlich zu spüren, ohne sie ständig zu sehen. Gute Integration macht komplexe Technik selbstverständlich und erhält den Charakter eines Fahrrads.“

Auf die Frage, welche gestalterischen Prinzipien ein Diamant-Rad auch 2035 noch modern machen, verweist Meyer auf die Design-Essenz der Marke: „Gute Proportionen und verständliche Funktionen bleiben relevant. Ehrliches Design, ich denke, das fasst es zusammen.“ Ehrliche Materialien bedeuten für ihn, Produkte „so zu bauen, wie es konstruktiv am meisten Sinn macht und so viel wie möglich auf Plastik zu verzichten“. Angelehnt an Dieter Rams: „Gutes Design ist minimalistisch: so wenig wie möglich. Und das ist auch meistens das Schwerste, umzusetzen.“ Einen verbreiteten Irrtum räumt er dabei gern aus: „Der Mythos, dass auffälliges Design automatisch gutes Design ist. Wirklich gutes Design erkennt man oft daran, dass es nicht erklärt werden muss, sondern sich sofort selbstverständlich anfühlt.“

Versteckte Details: Vom ¾-Eject bis zum Flaschenöffner

Zwei Beispiele machen Meyers Ansatz greifbar. Das „¾-Eject“, die Entnahme der Batterie in einer Position, die das Laden und Herausnehmen erleichtert, entstand ursprünglich aus Kosten- und Komplexitätsdruck: „Die besten Lösungen entstehen oft durch Einschränkungen.“ Das Ergebnis: „Der Endkonsument muss sich nicht bücken oder komische Verrenkungen machen, um seine Batterie aufzuladen oder herauszunehmen.“

Daneben versteckt das Team gern kleine Überraschungen am Rad: „Auf dem Zouma zum Beispiel hatten wir in dem Motorprotektor einen Flaschenöffner versteckt“. Teil einer Serie von „Easter Eggs“, die Hinweise auf Design-Themen und Markenhistorie geben.

Handgefertigt in Hartmannsdorf, designt in den Niederlanden

Entwickelt wird in den Niederlanden, gefertigt in Sachsen, für Meyer ein klarer Qualitätsvorteil. Die gleiche Zeitzone zwischen dem ECO-Office in Harderwijk (rund 40 Mitarbeitende, davon etwa 20 in der Produktentwicklung) und der Fertigung in Hartmannsdorf (gut sechs Autostunden entfernt) ermögliche den direkten Austausch: „Wir können Ideen schneller prüfen, Details gemeinsam verbessern und sehr früh verstehen, was gestalterisch und qualitativ wirklich funktioniert.“

Zeitlosigkeit als beste Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist für das Design-Team keine Zusatzoption, sondern Entscheidungsprinzip: „Nachhaltigkeit sollte von Beginn an Teil jeder Entscheidung sein, von Material und Konstruktion bis zur Reparatur, Nutzung und Lebensdauer.“ Dazu gehören langlebige Rahmen: „auf die Rahmen geben wir auch Garantie, lebenslänglich“, ein zugänglicher Service und eine ruhige Formsprache, die nicht schnell veraltet. Zeitlosigkeit ist für Meyer ebenfalls Teil der Nachhaltigkeit. Ehrliche Materialien sind für Meyer dabei mehr als eine Design-Haltung. Sie sind der erste Schritt zu mehr Nachhaltigkeit. „Am besten, so weit es geht, natürliche Materialien“, sagt er. Es gehe darum, Produkte „so zu bauen, wie es konstruktiv am meisten Sinn macht“ und „so viel wie möglich auf Plastik zu verzichten“.

Konkret wird dieser Anspruch im neuen Low-Impact-Aluminium: Als Teil der Trek-Familie verfolgt Diamant das Ziel, die Emissionen in der Lieferkette bis 2032 um über 30 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2021 zu senken. Denn Aluminium verursacht rund die Hälfte der CO₂-Emissionen bei der Produktion eines Fahrrads. Mit einer neuen Beschaffungspolitik und einem Rahmenpartner, der seine Produktion vollständig mit Wasserkraft betreibt, reduziert das kohlenstoffarme Aluminium die Emissionen der Rahmenproduktion um rund 70 Prozent, bei einem Anteil von 15 bis 25 Prozent an den Gesamtemissionen eines Fahrrads.

Sicherheit und Zugänglichkeit: Ein Fahrrad für jeden

„Sicherheit beginnt mit Vertrauen“, so Meyer. Ein Rad fühle sich sicher an, wenn Geometrie, Bedienung und Zugänglichkeit stimmen. Beispiel Tiefeinstieg: „Ein guter Tiefeinstieg reduziert die körperliche Hürde beim Aufsteigen und macht das Fahrrad für unterschiedliche Menschen und Lebenssituationen leichter zugänglich“. Barrierefreiheit, die nicht stigmatisiert, sondern modern und begehrenswert bleibt.

Hilmar Meyer, Design Lead Diamant Rad

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Anton Martic

Pressekontakt, Rotwand Digitale PR GmbH

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Über Diamant Rad

DIAMANT ist eine Marke mit einer langen Geschichte und Tradition in der Entwicklung von innovativen Fahrrädern. Seit 1885 entwickelt DIAMANT Fahrräder für unterschiedliche Bedürfnisse. Heute steht DIAMANT für Freiheit, Abenteuer und aktiven Lifestyle auf zwei Rädern. Die Marke bietet eine breite Palette an E-Bikes, Trekking®-Rädern, Citybikes und mehr, die sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für genussorientierte oder sportliche Ausflüge geeignet sind. Diamant verwendet Materialien nach bestem Wissen und kombiniert das mit innovativer Technologie für das bestmögliche Erlebnis für seine Fahrer:innen. Auf Trustpilot bewerten Fahrer:innen Diamant als einen der besten deutschen Fahrradhersteller. Zudem haben die Bikes zahlreiche Designpreise wie den if Design Award und den Design- und Innovation Award (DI.A) erhalten.

Kontakt

Diamant Fahrradwerke GmbH, Schönaicher Straße 1, 09232 Hartmannsdorf

00800 8735 8735

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